Bürgerwind mit WindStrom

Die Idee, Windenergieanlagen als Bürgerwindpark zu realisieren, entstand in Deutschland bereits in den 1980er Jahren. Das attraktive Konzept, die Menschen vor Ort aktiv in die Energieerzeugung einzubinden, hat durch die Energiewende weiteren Anschub erhalten.

Kennzeichnend für einen Bürgerwindpark sind in erster Linie die persönliche Beteiligung und die Mitsprache der Menschen vor Ort. Dass man dabei in ein ökologisch sinnvolles Projekt investiert, von dem die gesamte Region profitiert und das zudem auch noch eine vernünftige Rendite verspricht, macht die Beteiligung noch interessanter.

Die zum 1. Januar 2017 in Kraft getretenen Änderungen des Erneuerbare-Energien-Gesetzes, mit denen der bislang gewährte Anspruch auf staatlich festgelegte Fördersätze abgeschafft wurde (stattdessen wird der Zahlungsanspruch nun in wettbewerblichen Ausschreibungen ermittelt), betrifft auch Bürgerwindparks. Dies hat zur Folge, dass der erzeugte Strom grundsätzlich nur noch dann vergütet wird, wenn die Bürgerenergiegesellschaft als Betreiber dieser Anlagen erfolgreich an einer Ausschreibung, die in Deutschland von der Bundesnetzagentur (BNetzA) durchgeführt wird, teilgenommen hat.

Eine Gesellschaft gilt gemäß EEG 2017 als Bürgerenergiegesellschaft, wenn sie folgende Bedingungen erfüllt:

  • Die Gesellschaft muss aus mindestens 10 natürlichen Personen als stimmberechtigten Mitgliedern oder stimmberechtigten Anteilseignern bestehen,
  • mindestens 51 Prozent der Stimmrechte müssen bei natürlichen Personen liegen, die seit mindestens einem Jahr vor der Gebotsabgabe in der kreisfreien Stadt oder dem Landkreis, in der oder dem die geplante Windenergieanlage errichtet werden soll, mit ihrem Hauptwohnsitz gemeldet sind, und
  • kein Mitglied oder Anteilseigner der Gesellschaft darf mehr als 10 Prozent der Stimmrechte an der Gesellschaft halten.

Die o. g. Voraussetzungen für eine Bürgerenergiegesellschaft müssen ab dem Zeitpunkt der Gebotsabgabe ununterbrochen bis zum Ende des zweiten auf die Inbetriebnahme folgenden Jahres erfüllt werden.

Der Gesetzgeber gesteht Bürgerenergiegesellschaften allerdings erleichterte Bedingungen für die Teilnahme am Ausschreibungssystem zu; so ist u. a. eine Teilnahme an einer Ausschreibungsrunde ohne Vorlage einer immissionsschutzrechtlichen Genehmigung möglich. Setzen sich Bürgerenergiegesellschaften mit ihren Geboten in der Ausschreibung durch, erhalten sie überdies den Preis des höchsten noch bezuschlagten Gebots.

Auch im Hinblick auf die zu hinterlegende Sicherheit stellt der Gesetzgeber reduzierte Anforderungen an Bürgerenergiegesellschaften, sofern diese ohne immissionsschutzrechtliche Genehmigung an einer Ausschreibung teilnehmen. Die sonst zu stellende Sicherheitsleistung in Höhe von 30 Euro/kW zu installierender Leistung wird in diesen Fällen in eine Erst- und Zweitsicherheit unterteilt. Mit der Gebotsabgabe ist die Erstsicherheit in Höhe von 15 Euro/kW zu leisten. Die Zweitsicherheit ist innerhalb von zwei Monaten nach der Erteilung der immissionsschutzrechtlichen Genehmigung zu hinterlegen.

Eine Bürgerenergiegesellschaft kann mit bis zu sechs Windenergieanlagen und maximal 18 MW zu installierender Leistung an der Ausschreibung teilnehmen. Bei Gebotsabgabe ist darzulegen, dass in den vorangegangenen 12 Monaten weder die Gesellschaft noch eines ihrer stimmberechtigten Mitglieder einen Zuschlag für ein anderes Windenergieprojekt erhalten hat.

Es zahlt sich aus, wenn das Vorhaben „Bürgerwindpark“ von Anfang an von einem verlässlichen Partner begleitet wird, der wie WindStrom über die notwendige Erfahrung verfügt. Wir sorgen dafür, dass alle notwendigen Schritte im Hinblick auf die Ausschreibungsteilnahme entsprechend den Anforderungen der Bundesnetzagentur rechtzeitig ausgeführt werden, wählen herstellerunabhängig den geeigneten Windenergieanlagentyp aus und überwachen die Errichtung bis zur gemeinsamen Abnahme mit der Bürgerenergiegesellschaft. Auf Wunsch kann auch die kaufmännische und technische Betriebsführung übernommen werden.

WindStrom hat in den letzten Jahren mehrere Bürgerwindparks geplant, gebaut und in Betrieb genommen und für alle beteiligten Partner zu einem Erfolg gemacht. Mit unserer Erfahrung, Flexibilität und Nähe zu allen Beteiligten machen wir den Bürgerwindpark zu einem nachhaltig erfolgreichen Modell der regionalen Stromerzeugung und unterstützen mit unserem Know-how die Energiewende vor Ort.

Hinweis: Die Darstellung der Charakteristik von Bürgerenergiegesellschaften basiert auf der Veröffentlichung der Fachagentur Windenergie an Land EEG 2017 – Ausschreibungsbedingte Neuerungen für Windenergieanlagen an Land, 2. aktualisierte Auflage, Berlin 2017.

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